Besuch auf dem MGH-Markt in Marburg

Mit rund 150.000 EUR pro Jahr fördert das Land Hessen aus Mitteln des Klimaplans und der Ernährungsstrategie die Servicestelle für Ernährungsinitiativen in Hessen, die Initiativen berät, vernetzt und ihre Vorhaben zum Thema Ernährung und Nachhaltigkeit unterstützt. Zwei Vorhaben aus Mittelhessen stärken das Bewusstsein für eine regionale Ernährung und helfen nachhaltige Strukturen auszubauen – Vertreterinnen und Vertreter der SEI waren vor Ort.

Bei ruhigem Herbstwetter besuchten Vertreterinnen und Vertreter von der SEI Hessen am Sonntag, den 12. Oktober 2025, im Rahmen des Elisabethmarktes „MGH – Mittelhessen Geschmackvoll“ in Marburg zwei durch das Programm geförderte Initiativen. Der Markt wurde vom Ernährungsrat Marburg (ER Marburg) ausgerichtet und bot den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern vielfältige Einblicke in das Engagement regionaler Akteurinnen und Akteure für nachhaltige Ernährung, regionale Wertschöpfung und ökologische Verantwortung.

ALLMENDE Holzhausen – Regionalität erfahrbar machen

Die Initiative ALLMENDE Holzhausen präsentierte sich auf dem Elisabethmarkt mit einem kreativ gestalteten Marktstand auf einem Lastenfahrrad. Die 1. Vorsitzende, Frau Ann-Marie Weber, zeigte sich erfreut über den angekündigten Besuch und betonte die gute Vernetzung vieler SEI-geförderter Projekte untereinander.
Dank der Förderung durch die SEI Hessen konnte ALLMENDE Holzhausen bereits mehrere Formate entwickeln, die das Bewusstsein für regionale Ernährung stärken. Auf dem Markt wurden unter anderem folgende Aktivitäten vorgestellt:

  •  Ein Erntefest-Workshop, bei dem selbst hergestellte Saucen zubereitet und verkostet wurden.
  • Die Präsentation eines Buchprojekts zum Haltbarmachen von Lebensmitteln, das Methoden, Rezepte und Illustrationen vereint. Die Druckausgabe erscheint in Kürze.
  • Ein interaktives Rätsel, das den ökologischen Fußabdruck verschiedener Produkte thematisiert und bei den Besucherinnen und Besuchern auf großes Interesse stieß.
  • Ein Brettspiel nach dem Prinzip eines Leiterspiels, das hessische Regionen, deren Besonderheiten sowie bodenkundliche Herausforderungen anschaulich darstellt. Eine Besucherin regte an, das Spiel künftig als Lehr- und Unterhaltungsmedium einzusetzen.

„Die Förderung durch die SEI Hessen hat es uns ermöglicht, unsere Ideen sichtbar zu machen und den Dialog über nachhaltige Ernährung in unserer Region zu fördern, so Ann-Marie Weber.

Ernährungsrat Marburg und Umgebung (EMU ) – Engagement für nachhaltige Ernährungskultur

Parallel zum Elisabethmarkt fanden in Marburg zwei weitere Märkte statt. Der Ernährungsrat Marburg (ER Marburg) zeigte dabei großen Einsatz, um auf das Thema regionale Ernährung aufmerksam zu machen. Der Veranstalter, in origineller Bratwurst-Verkleidung, verteilte die von der SEI Hessen mitfinanzierten Flyer auf kreative Weise.
Der Elisabethmarkt wurde in diesem Jahr bereits zum dritten Mal durchgeführt. Mit Mitteln der SEI Hessen konnte die Veranstaltung kurzfristig und unbürokratisch realisiert werden. Herr Wulf Hahn (Vorstand des EMU) dankte den Fördergebern ausdrücklich für das Engagement:

„Ohne die Unterstützung der SEI Hessen und dem Hessischen Landwirtschafts- und Umweltministerium wäre der Markt in diesem Jahr nicht möglich gewesen. Die Förderung hat es uns erlaubt, das vielfältige Engagement der regionalen Anbieterinnen und Anbieter sichtbar zu machen.“

Die Fördermittel kamen insbesondere für das Marktzelt, Werbemaßnahmen, Banner, Gebühren sowie das Marktfrühstück für die Standbetreibenden zum Einsatz. Der Markt verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr eine deutlich höhere Zahl an Ausstellenden und erfreute sich an der großen Besucherzahl.
Unter den vertretenen Marktständen fanden sich zahlreiche Initiativen und Betriebe zum Thema Landwirtschaft und Ernährung, darunter Solidarische Landwirtschaften (SoLaWis), Gärtnereien, Foodsharing-Gruppen sowie regionale Produzentinnen und Produzenten von Käse, Wurst, Brot und Spirulina-Produkten und der Lebensmittelpunkt (LMP) Wehrda.

Im Rahmen des Marktrundgangs nutzten die Vertreterinnen und Vertreter von SEI Hessen die Gelegenheit, sich mit zwei anwesenden SoLaWi-Betrieben über das kürzlich in Frankfurt durchgeführte Netzwerktreffen auszutauschen. Dieses war von der Initiative „Stadt.Land.Wirtschaft“ organisiert worden, die ebenfalls Fördermittel über die SEI Hessen erhalten hatte.

Frau Thom von der SEI-Hessen brachte es auf den Punkt:
„Es ist schön zu sehen, wie durch die SEI Projekte verwirklicht werden können, die einen echten Unterschied im Ernährungsbewusstsein machen“, sagte Frau Thom.

Fazit

Der Besuch auf dem Elisabethmarkt verdeutlichte eindrucksvoll, wie vielfältig und praxisnah die durch die SEI Hessen geförderten Initiativen die Themen regionale Ernährung, nachhaltige Landwirtschaft und lokale Wertschöpfung in die Öffentlichkeit tragen. Mit großem Engagement und kreativen Ansätzen leisten sie einen wichtigen Beitrag für bewusste Ernährungs- und Konsumentscheidungen in Hessen.

Foto: Frau A. Weber (Allmende Holzhausen) und Frau S. Thom (SEI Hessen)

Foto. Herr W. Hahn (Ernährungsrat Marburg und Umgebung und Frau S. Thom (SEI Hessen)